KI Mode revolutioniert SEO: Mehr Sichtbarkeit ohne Klicks

Kaum ein Thema beschäftigt die Marketingwelt derzeit so sehr wie der Einfluss von KI auf SEO. Mit der Einführung von Googles AI Mode hat sich die Suchlandschaft tiefgreifend verändert. Während klassische Suchergebnisse lange Zeit die Brücke zwischen Usern und Webseiten waren, steht nun ein künstlich erzeugtes Antwortsystem im Vordergrund, das viele der gewohnten Metriken infrage stellt.

Ich habe in den letzten Monaten zahlreiche Studien dazu gelesen, mich durch Nutzertests und Experimentreihen gearbeitet und versucht, die Trends, die sich aus mittlerweile rund zehn relevanten Untersuchungen ergeben, einzuordnen. Dabei geht es nicht um absolute Wahrheiten, sondern um Bewegungen im Markt – um Hinweise darauf, wie du dein Verständnis von SEO in dieser neuen, KI-geprägten Welt anpassen kannst.

Weniger Klicks, mehr Antworten

Was sich mit ziemlicher Sicherheit sagen lässt: AI Mode reduziert externe Klicks dramatisch. Studien von Semrush, Clickstream Solutions und Propellic zeigen übereinstimmend, dass über 80 % aller Anfragen innerhalb von AI Mode enden – Nutzer verlassen die Oberfläche schlicht nicht mehr. Selbst bei informationsorientierten Anfragen bleibt der Traffic auf externe Websites minimal. Nur bei reinen Kaufabsichten oder Buchungen öffnen Anwender noch gelegentlich Links.

Aus meiner Perspektive spiegelt das zwei Entwicklungen wider: Erstens lösen KI-Modelle inzwischen viele Standardfragen direkt, sodass klassische Optimierungsstrategien an Wirkung verlieren. Zweitens verändert sich die Aufmerksamkeit der Nutzer. Statt Ergebnisse zu durchforsten, konsumieren sie komprimiertes Wissen im Stil eines Chatverlaufs. Suchmaschinen verwandeln sich in Antwortmaschinen. Für dich heißt das: Klickrate und Sichtbarkeit sind nicht mehr identisch – man kann sichtbar sein, ohne dass jemand wirklich klickt.

Interessant ist aber auch, dass die Dauer einzelner Sessions sinkt. Semrush fand heraus, dass die Zahl der Suchanfragen pro Sitzung von durchschnittlich fünf auf zwei bis drei fiel. Das spricht für kürzere, zielgerichtetere Interaktionen – Nutzer erreichen schneller eine Entscheidung.

Was du daraus ziehen kannst

Statt nur auf CTR und organischen Traffic zu schauen, ist es sinnvoller, über Präsenz im Antwortraum nachzudenken. Welche Marken werden erwähnt? Welche Quellen zitiert? Was bleibt hängen, auch wenn kein Klick erfolgt? Es deutet sich eine Verschiebung von Performance-SEO zu Perception-SEO an – also Sichtbarkeit in der Wahrnehmung und im Vertrauen der KI-generierten Inhalte.

Wie stark nutzen Suchende AI Mode eigentlich?

Bisher erstaunlich wenig. UX-Studien beobachten Nutzungsraten zwischen zwei und fünf Prozent. Das klingt gering – aber Google arbeitet offensichtlich daran, uns alle Schritt für Schritt in diese Richtung zu lenken. Schaltflächen in Chrome, automatische Aktivierungen und neue Designvarianten in den SERPs führen langsam dazu, dass AI Mode zur gewohnten Umgebung wird. Der Übergang ist also eher ein Training als eine Umstellung.

Warum die Nutzung noch zögerlich ist, hat zwei Gründe: Zum einen ist der Vertrauensaufbau noch im Gange. Viele Nutzer testen AI Mode, sind neugierig, kehren dann aber zur klassischen Suche zurück. Zum anderen fehlt dem Feature bislang die klare Nische. Manche empfinden es als nützlich, andere als überflüssig. Das wird sich mit verbesserten Ergebnissen und eingebauten Shopping‑ oder Buchungsfunktionen vermutlich ändern.

Meine Einschätzung: Wir haben jetzt ein kurzes Zeitfenster, um auf diesen Wandel zu reagieren. Bevor AI Mode standardmäßig eingeschaltet ist, lohnt es sich, die eigene Online-Präsenz auf strukturierten Content, semantische Relevanz und Markenautorität zu überprüfen – also alles, was die KI als „zitierwürdig“ einstuft.

Wie zuverlässig sind die KI-Antworten?

Die Genauigkeit variiert – und zwar deutlich nach Themengebiet. In Produkt‑ und Reiseanfragen liefern die Modelle solide, oft sehr hilfreiche Resultate. Sobald es aber um lokale Informationen, medizinische Details oder Nachrichten geht, schleichen sich Fehler oder Verallgemeinerungen ein. Nutzer haben das offenbar intuitiv erkannt: Die meisten „testen“ die KI-Antwort, bevor sie sich darauf verlassen, und gleichen bei Bedarf über klassische Ergebnisse ab.

Interessanterweise bewerten Teilnehmer solcher Studien die Antwortqualität trotzdem recht hoch – wahrscheinlich, weil die Geschwindigkeit und Übersichtlichkeit über die gelegentliche Unschärfe hinwegtrösten. Hier liegt ein Risiko für Marken, denn falsche Daten aus dem KI‑Antwortfeld können sich auf Vertrauen und Reputation auswirken. Unternehmen sollten deswegen regelmäßig prüfen, wie sie in AI Mode repräsentiert werden und ob Angaben korrekt sind.

Aus meiner Erfahrung zahlt sich Transparenz aus: veröffentlichte Referenzen, klare Autorenprofile und verifizierbare Quellen stärken Glaubwürdigkeit, die von den KI-Systemen erkannt und in Bewertungen einbezogen wird.

AI Mode vs. AI Overviews – zwei Gesichter derselben Idee

Beide Funktionen haben denselben Ursprung – Google nutzt KI, um Fragen umfassend zu beantworten. Aber das Verhalten der Nutzer unterscheidet sich. Während AI Overviews kurz eingeblendete Antworten liefern (meist über den klassischen Ergebnissen), wirkt der AI Mode wie ein Chatfenster: längere Texte, mehr Interaktion, teilweise sogar Produktvorschläge oder Kartenintegration.

Messungen zeigen, dass Anwender doppelt so viel Zeit in AI Mode verbringen wie in den Overviews. Statt zu scannen, lesen sie, klicken Folgefragen oder erweitern die Unterhaltung. Dennoch ist der Traffic nach außen in beiden Fällen gering. SEO‑Sichtbarkeit entsteht also zunehmend im System selbst und nicht außerhalb davon.

Wenn du Inhalte erstellst, musst du künftig beides beachten: semantische Deckungsgleichheit mit den generierten Antworten (damit dich die KI als glaubwürdige Quelle interpretiert) und die Markensignatur, die für Wiedererkennung sorgt – Logos, strukturierte Daten, Zitierbarkeit. Der Zweck bleibt: im Gespräch vorkommen, auch wenn es im Google-Chat stattfindet.

Lässt sich in AI Mode überhaupt noch Wert schaffen?

Ja, aber nicht mehr über Visits allein. In allen verfügbaren Tests zeigte sich, dass Menschen durchaus auf Markennamen in AI‑Antworten achten. Sie merken sich bekannte Anbieter, auch wenn sie nicht klicken. Vertrauen und Wiedererkennung werden so zu neuen Rankingfaktoren – allerdings im geistigen statt im analytischen Sinne.

Wenn ein Nutzer später direkt sucht oder kauft, sieht man im Analytics‑Tool keinen Zusammenhang mit der früheren AI‑Session. Dennoch hat die Marke dort Eindruck hinterlassen. Sichtbarkeit verschiebt sich also von Click-Based ROI zu Mindshare ROI. Um das zu begleiten, brauchst du eigene Monitoring-Systeme, die verfolgen, wie oft und in welchem Kontext die KI dein Unternehmen nennt.

Ein weiterer Aspekt sind die entstehenden Werbeformate. Google testet kontinuierlich Anzeigen in AI Mode, was langfristig eine Kombi aus Markenpräsenz und bezahlter Platzierung ermöglichen dürfte. Wer sich früh positioniert, kann hier eine starke Ausgangsbasis schaffen.

Kritische Lücken in der bisherigen Forschung

Die bisherigen Analysen liefern wertvolle Hinweise, aber sie decken längst nicht alles ab. Viele Studien basieren auf kleinen Teilnehmerzahlen oder bestimmten Branchen (häufig Reise oder E‑Commerce). Was fehlt, sind großflächige, kontinuierliche Beobachtungen quer durch verschiedene Sprachen und Suchintentionen. Auch qualitative Aspekte – also warum Nutzer eine KI-Antwort bevorzugen oder ablehnen – sind bisher nur grob erfasst.

Mir persönlich fehlt zudem ein klares Verständnis dafür, welche Signale AI Mode wirklich nutzt, um Marken zu nennen. Ist es Domainautorität? Nutzererfahrung? Semantik? Wahrscheinlich alles zusammen – aber belastbare Beweise gibt es kaum. Das bedeutet: Wir optimieren aktuell im Nebel. Trotzdem ist es besser, sich zu bewegen, als stillzustehen.

Was du jetzt konkret tun kannst

1. Stärke deine Marke. Je bekannter und vertrauenswürdiger du bist, desto eher wirst du in generativen Ergebnissen genannt. Das erfordert klare Kommunikation, Social Signals und authentische Inhalte.
2. Pflege strukturierte Daten. Schema‑Auszeichnungen, korrekte Autorinformationen und eindeutige Themencluster helfen der KI, dich korrekt einzuordnen.
3. Monitor AI Mentions. Es entstehen Tools, die genau erfassen, wann dein Name in AI Mode oder anderen LLM‑Antworten auftaucht. Diese Insights werden künftig wichtiger als klassische Keywordrankings.
4. Denke an Content‑Zweck statt Volumen.</

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Email • Telefon:  +49 (89) 12162658
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