Übersetzung und Zusammenfassung (persönlich, ca. 2.500 Wörter)
AI-Suche hat die SEO-Welt völlig verändert. Es reicht heute nicht mehr, gute Inhalte zu produzieren oder Backlinks zu jagen – es geht darum, dass dein Markenname überall erwähnt wird. Jeder Hinweis, jede Erwähnung, jedes Gespräch über dich kann Einfluss darauf haben, wie künstliche Intelligenz dein Unternehmen wahrnimmt und weiterempfiehlt.
Ich kann aus Erfahrung sagen: Das ist eine völlig neue Phase in der Suchmaschinenoptimierung. Jahrelang drehten sich Strategien um technische SEO, Content, und natürlich Backlinks. Jetzt ist es wichtiger denn je, echte Relevanz und Autorität durch Markenbekanntheit zu schaffen.
Warum Marken-Erwähnungen plötzlich so wichtig sind
Früher konntest du mit clever gesetzten Links und sauber optimierten Inhalten viel erreichen. Doch KI-Suchsysteme (wie ChatGPT, Gemini oder AI Overviews) betrachten das Netz inzwischen anders: Sie analysieren, welche Marken häufig in einem positiven Kontext erwähnt werden, welche als vertrauenswürdig gelten und wo Konsens in der Community besteht.
Das bedeutet: Wenn viele Seiten, Blogs oder Foren über deine Marke reden – und zwar auf natürliche, nicht käufliche Weise – dann verstärkt das deinen Einfluss auf die Rankings der KI-Ausgaben.
Im Grunde spiegelt das wider, wie echte Menschen im Internet über dich reden. Die KI erkennt, dass du relevant bist.
Aber das funktioniert nur, wenn du dir diese Erwähnungen systematisch aufbaust.
Aus meiner Sicht sind es drei Grundpfeiler, die jetzt zählen:
- Deine Marke muss besonders sein – Menschen müssen einen Grund haben, über dich zu sprechen.
- Du musst präsent sein – an den richtigen Stellen, in vertrauenswürdigen Kontexten.
- Du brauchst echte Beziehungen – nicht nur Links, sondern Erwähnungen, die aus natürlichem Interesse entstehen.
Und genau darum geht es im Folgenden.
Mach dein Projekt erzählenswert
Wenn du möchtest, dass andere über dich sprechen, brauchst du einen guten Grund. Das klingt selbstverständlich, ist aber der Teil, an dem viele scheitern. Du kannst keine Markenbekanntheit aufbauen, wenn niemand versteht, was dich besonders macht.
Bevor du also über Outreach, PR oder Erwähnungen nachdenkst, frag dich ehrlich:
– Gibt es etwas an meinem Produkt oder meiner Dienstleistung, das Menschen wirklich „teilen“ wollen?
– Biete ich Innovation, Nutzen oder einfach eine sympathische Story?
Ich erinnere mich an einen meiner Kunden, ein Startup im Nachhaltigkeitsbereich. Die Website war gut, der Service solide, aber alles klang wie bei jedem anderen Anbieter. Wir haben dann eine einfache, aber kraftvolle Geschichte herausgearbeitet – den Gründer, der die Idee hatte, nachdem er beim Surfen Plastik im Meer gesehen hatte. Diese Story hat in einem Magazin Erwähnung gefunden, und auf einmal wurde sie von Bloggern, Fachseiten und sogar Universitäten zitiert.
Das ist der Punkt: Du musst den Menschen etwas geben, worüber sie reden können.
Von dort aus ergibt sich der Rest fast automatisch.
Erzähle von deiner Marke – aktiv, aber authentisch
Selbst in der besten alltagstauglichen SEO ist dieser einfache Punkt oft verloren gegangen: Rede über deine Marke. Suchmaschinen erkennen, wenn sie Spuren deines Namens im Web finden – nicht nur als Link, sondern auch als Textreferenz, Kommentar oder Erwähnung.
Starte klein:
- Teile News über dich auf Partnerwebsites.
- Reagiere in Foren auf Fragen zu deinem Thema.
- Erstelle Einträge in Branchenverzeichnissen oder themenspezifischen Listen.
Du wirst überrascht sein, wie stark sich diese Präsenz in den KI-Suchergebnissen auswirkt.
Was mich immer wieder fasziniert: Schon in alten Google-Patenten (etwa rund um die Navboost-Signale) ging es um Nutzersignale – also darum, wie reale Menschen mit Inhalten interagieren. KI-Suchsysteme setzen diese Idee heute fort: Sie verstehen, dass Menschen über bestimmte Marken mehr und positiver reden als über andere.
Wenn du also eine Website hast, die Vertrauen, Fachkompetenz und Persönlichkeit zeigt, hast du schon halb gewonnen.
Mehr als nur Backlinks – die neuen Relevanz-Signale
Backlinks sind weiterhin relevant, keine Frage. Aber sie sind längst nicht der ganze Kuchen. Tools, die nur Links zählen, übersehen das wirkliche Gespräch um eine Marke herum.
In der Praxis gehe ich oft so vor:
Ich schaue, wo über Mitbewerber gesprochen wird – nicht nur wo sie Links bekommen, sondern auch, wo ihr Name fällt. Das verrät viel über ihre Reichweite, ihr Vertrauen in der Community und mögliche Lücken, in denen du dich positionieren kannst.
Eine einfache Technik, die du sofort anwenden kannst:
Suche bei Google nach:
beispielseite.de site:.org "resources" -site:beispielseite.de
Diese Suchmuster zeigen Webseiten, die deinen Konkurrenten erwähnen – ohne dass deren Domain in den Ergebnissen selbst vorkommt. So entdeckst du, wo aktive Gespräche oder Empfehlungen laufen.
Du kannst diese Suche beliebig anpassen: .edu, .net, .ai, .com – jede spielt ihre eigene Rolle.
Das wichtigste Ziel ist dabei nicht immer, einen Link zu bekommen. Manchmal reicht es völlig, als Name zu erscheinen. KI-Systeme verstehen Kontexte – ob du verlinkt bist oder nicht.
Segmentiere deine Erwähnungen strategisch
Mach Suchanfragen nach deinen Konkurrenten, aber aufgeteilt nach Domain-Endungen oder Themenbereichen. .edu-Erwähnungen zeigen zum Beispiel Bildungsinstitutionen, .org oft gemeinnützige Organisationen – beide sind high-value in den Augen von Such-KIs.
Diese Segmentierung kannst du auch auf deine eigenen Erwähnungen anwenden, um zu sehen, wo du aktuell überhaupt stattfindest.
Überraschend oft zeigt sich, dass Marken ausschließlich in eher minderwertigen Verzeichnissen auftauchen – das bringt wenig Autorität. Daher: gezielt hochwertigere Umfelder suchen.
Wie du mit Sponsored Content clever umgehst
Lass mich ehrlich sein: Bezahlte Artikel können sinnvoll sein, wenn sie richtig gemacht werden. Google und die FTC (US-Verbraucherschutz) haben klare Regeln: alles muss transparent, sauber ausgezeichnet, mit nofollow-Links versehen sein.
Aber ein solcher Beitrag kann trotzdem extrem wertvoll sein – besonders, wenn er in einem anerkannten Fachmagazin erscheint.
KI-Systeme bewerten Inhalte nicht nur nach Linkstruktur, sondern nach ihrer Quelle. Eine seriöse Seite, die über dich berichtet (auch bezahlt), hat mehr Gewicht als eine zufällige Blogfarm.
Mein Tipp: Wenn du bezahlte Artikel recherchierst, suche gezielt nach Begriffen wie „sponsored post“ oder „sponsored article“ zusammen mit Branchenbegriffen.
Beispiele:
dein Produkt site:.org "sponsored post"
dein Produkt site:.edu "sponsored article"
So findest du legitime Plattformen, die solche Kooperationen anbieten. Wichtiger als die Menge ist hier die Autorität.
Ein einziger wertiger Bericht auf einer angesehenen Branchenplattform kann mehr bewirken als 50 Nennungen auf uninteressanten Seiten.
Setze auf Autorität statt auf Masse
Ich habe im Laufe der Jahre viele Projekte gesehen, die Tausende Dollar in Erwähnungen oder minderwertige Links investiert haben – mit kaum messbarem Ergebnis.
Der Grund ist einfach: Künstliche Intelligenz interpretiert Qualität.
Ein Artikel auf einer bekannten, glaubwürdigen Seite gilt weitaus stärker als zehn Erwähnungen auf schlecht gepflegten Domains.
Was KI-Suchsysteme wie ChatGPT oder Gemini machen, ist keine klassische SEO-Bewertung. Sie gewichten, indem sie den tatsächlichen Einfluss von Medienquellen und Autoren erkennen.
Also keine Linkfarmen, keine gekauften Erwähnungen auf dubiosen Nischenseiten – du brauchst echte Stimmen mit Reichweite.
Wie du die richtigen Erwähnungen findest
Probiere Suchmuster wie:
"dein Produkt" site:.com "sponsored article"
"dein Produkt" site:.org "press release"
"dein Thema" site:.edu "newsletter"
Wenn du dabei Seiten findest, die qualitativ hochwertig erscheinen (seriöses Layout, redaktioneller Stil, sichtbar gepflegt), kontaktiere sie.
Frage professionell an – oft reicht eine saubere Themenidee, um Interesse zu wecken.
Offline-Branchen-Netzwerke: Die unterschätzte Goldgrube
Viele vergessen, dass nicht jede Erwähnung online beginnen muss.
Branchenverbände, Fachmagazine oder Newsletter in Nischen (ob für Juristen, Ingenieure oder Gärtner) sind oft wunderbare Wege, deine Marke bekannt zu machen.